Allgemein Wissenswertes zu den bekanntesten Blechblasinstrumenten

Jeder, der sich für Musik interessiert, weiß, was Blechblasinstrumente sind. Sie gehören einer umfangreichen Art von Musikinstrumenten an, den Aerophonen, bei denen, vereinfacht gesagt, der Ton durch Anblasen eines Rohrs erzeugt wird. In der Musizierpraxis wird zwischen Blasinstrumenten (Trompeteninstrumente) und Holzblasinstrumenten (Flöten- und Rohrblasinstrumente) unterschieden. In der Instrumentensystematik ist die Aufteilung im Vergleich wesentlich differenzierter. Auch die Orgel gehört mit zu den Blasinstrumenten, während Akkordeon, Harmonium und Mundharmonika zu den sogenannten freien Aerophonen gehören. Beispielsweise ist die Tonerzeugung bei einer Posaune anders als bei der Trompete.

Manfred Schmelzer
bei der Herstellung einer Posaune.

 


Klarinette:

Ungefähr um 1700 wurde die Klarinette von Johann Christoph Denner entwickelt. Etwa Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte die Klarinette zur Standartbesetzung des Orchesters. Viele bedeutende Solo- und Kammermusikwerke für und mit Klarinette sind seitdem geschrieben worden. Im Jazz ist sie heutzutage ein bervorzugtes Instrument.

 


Posaune:

Als Weiterentwicklung der Zugtrompete entstand in Burgund um 1450 die Posaune, die in verschiedenen Größen gebaut wurde. Schon früh entsprach die alte Posaune der heutigen üblichen Form. Sackbut ist die englische Bezeichnung für dieses Instrument, das eigentlich "zieh" und "stoß" bedeutet und die Zugvorrichtung des damaligen Modells meint. Sie wurde vor allem in der Kirchen- und Kammermusik eingesetzt, verlor aber im 17. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung, außer in Stadtkapellen. Später nahm sie durch die Militärmusik wieder an Bedeutung zu. Im 18. Jahrhundert wurden Posaunen mit Ventilen eingeführt, doch eine wesentliche Klangverbesserung fand seitdem nicht mehr statt. (Schmelzer Posaunen) Die Posaune gehört zur Familie der Blechbläser und mit ihrem beweglichen Auszug werden die Tonhöhen erzeugt, während bei einigen anderen Blechblasinstrumenten der Klang durch die schwingenden Lippen des Blasens erzeugt wird. Bei den Holzblasinstrumenten entsteht der Klang durch den schwingenden Teil des Instrumentes, z.B. eines Rohrblattes.


Saxophon:

In der Neuzeit ist das Saxophon in den USA eng mit der Entwicklung des Jazz verbunden, wobei es als Soloinstrument größte Bekanntheit errang. Um 1840 wurde es vom belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax entwickelt und erstmals im Jahre 1844 im Symphonieorchester eingesetzt. Heute wird es in 8 Größen vom Sopranino bis zum Subcontrabass gebaut. Bekannte Komponisten, wie Hektor Berlioz, Georges Bizet, Richard Strauss und Claude Debussy schufen eindrucksvolle Werke für das Saxophone. Aber auch berühmte Jazz-Saxophonisten, wie Sidney Bechet, Charly Parker, John Coltrane, Gerry Mulligan, usw. komponierten und spielten virtuos mit diesem Instrument.

 


Trompete:

Mit einem Kesselmundstück wird die Trompete angeblasen und mit den Lippen erzeugt der Spieler den Klang. Sowohl in Symphonieorchestern als auch in Jazz-, Tanzbands und Militärkapellen kommt sie zum Einsatz. Sie ist wohl das Instrument, das vom klassischen Musikanspruch den Weg in alle Musikbereiche, speziell die Unterhaltungsmusik gefunden hat.



Tuba:
Als Blasinstrument hat die Tuba einen nach oben gerichteten Schalltrichter und gehört zu den Bügelhörnern. Entwickelt wurde sie im 19. Jahrhundert und es werden von ihr Versionen bis zu 2,4 Metern Höhe gebaut.


Waldhorn:
Das Waldhorn, das seinen Ursprung in den Jagdhörnern wiederfindet, wurde erst im 18. Jahrhundert in Deutschland zum Orchesterinstrument entwickelt.

 

© M. Schmelzer  -  Schmelzer Musikinstrumente  -  Mönchengladbach  -   Stand: 13-Mär-2005